Parkett und seine vielzähligen Varianten

Sie wollten schon immer mal verstehen, was sich hinter den vielen Parkettbegriffen verbirgt? Was ist ein Dreischichtparkett und was ist der Unterschied zu Massivholz?

Dann sind hier auf der Seite genau richtig. Hier erfahren Sie alles zu den wichtigsten Begriffen im Parkettbereich:

Was ist ein Dreischichtparkett?

Der Name verdeulicht schon um was es geht: Das Dreischichtparkett ist ein aus 3 Schichten aufgebautes Parkett:

  • 1.Schicht nennt man Nutzschicht
  • 2.Schicht ist die Mittellage
  • 3. Schicht ist der Gegenzug

Häufige Begriffe, die unter ein Dreischichtparkett fallen sind Click-Parkett, Landhausdiele, Schiffsboden, Fertigparkett.

Der Vorteil von einem Dreischichtparkett?

Durch den dreischichtigen Aufbau “arbeitet” das Parkett nicht mehr so stark, wodurch diese Varianten “schwimmend” verlegt werden kann, also lose, nicht mit dem Untergrund verbundend. Das Gegenteil wäre die verklebte Variante.

Das Zweischichtparkett

Das Parkett im zweischichtigen Aufbau findet man oft in den Längen um 700 mm und ist selten länger als 1500 mm. Es wird vorallem für Musterverlegungen eingesetzt, z.B. für Fischgrat oder Würfelverlegungen. Es eignet sich auch gut, um ein Fries ein zuarbeiten.

Es wird auch gern in Kombination mit Fliesen verwendet, da es ungefähr die selbe Stärke von 10 mm hat.

Im Gegensatz zum Dreischichtparkett muss ein Zweischichtparkett in der Regel vollflächig auf den Untergrund verklebt werden.

Optisch hat das Zweischichtparkett gegenüber einen dreischichtigen Schiffsboden, dass vom Fugenbild jeder einzelne Stab sichtbar ist und sich nicht nur die Platte als solche abzeichnet.

Gibt es dann auch ein Einschichtparkett?

Ja klar, dass nennt man dann nur nicht 1-Schichtparkett sondern bezeichnet es als Massivparkett , Vollholzparkett oder bei längeren Varianten Massivholzdiele oder Vollholzdiele.

Massivparkett bedeutet, dass das Brett von oben bis unten aus dem selben Holzmaterial besteht.

Ein Vorteil zum Beispiel ist die häufigere Renovierbarkeit.

Was ist ein Schiffsboden?

Schiffsboden ist eigentlich kein besonderes Parkett aus technischer Sicht. Schiffsboden beschreibt lediglich die Optik:

Hat ein Brett drei Unterteilungen, 3 Stäbe pro Brett, bezeichnet man dies als Schiffsboden.

Ein Schiffsbodenparkett ist also ein dreischichtiges Fertigparkett, mit oder ohne Click-System mit einer 3-Staboptik.

Der Schiffsbodenparkett ist meist das günstigere Parkett, da vom Baum “nur” kleine Holzstücke verarbeitet werden.

Fertigparkett in Schiffsboden gibt es in den unterschliedlichsten Hölzern und Oberflächen.

In den 90er Jahren wurde der Schiffsbodenparkett populär, hauptsächlich in den Hölzern Buche und Ahorn und meistens lackiert. Heute ist Eiche modern und mittlerweile wird vorallem die geölte Oberfläche bevorzugt genommen. Es gibt aber auch weiß-geölte Schiffsboden oder mit gebürsteter Oberfläche. Die unterschiedlichen Haptiken muss man erfühlen.

Fertigparkett Landhausdiele

Wie schon der Schiffsboden beschreibt die Landhausdiele nur die Optik. Bei der Landhausdiele handelt es sich dabei um ein Brett ohne Unterteilungen, sog. 1-Stab Optik.

Eine Landhausdiele ist demnach ein dreischichtiges Fertigparkett in 1-Stab Optik.

Gibt es dann auch 2-Staboptik oder gar 4-Staboptik?

Vor einigen Jahren gab es Parketthersteller, die das Fertigparkett tatsächlich in einer 2-Staboptik oder in Mehrstaboptiken angeboten haben. Aber dies hat sich nicht wirklich durchgesetzt und heute ist die Landhausdiele das meist verkaufte Fertigparkett. Auch die Landhaudiele gibt es in verschiedenen Click-Systemen oder klassisch mit Nut/Feder Verbindungen, abhängig vom Parketthersteller und Einsatzzweck.

Auch Landhausdielen gibt es in verschiedenen Hölzern und verschiedenen Oberflächen wie zB. lackiert, geölt, gewachst, gebürstet, handgehobelt, strukturiert uvm.

Aufgrund der Vielzahl müssen Sie sich hier in der Parkettausstellung inspirieren lassen.